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Markt

Ein bisschen Hoffnung in schweren Zeiten – meine persönliche Sicht auf den Crash

Das Coronavirus lässt die Börsen weltweit verrückt spielen, denn viele Anleger haben ängstlich Aktien, aber auch Anleihen und Edelmetalle aus ihrem Depot geworfen. Befeuert von Margincalls wurde einfach alles verkauft, was sich zu Cash machen läßt – ungeachtet der damit realisierten „echten“ Kursverluste (solange Sie nicht verkaufen handelt es sich ja „nur“ um Buchverluste) und der längerfristigen Zukunftsaussichten der Unternehmen.

Emotional zwar verständlich – aber genau das Gegenteil eines „rationalen“ und erfolgreichen Investors.

Denn wer sich die langfristigen Kursentwicklungen an den Aktienmärkten anschaut, kommt zu dem Ergebnis, dass allen Rückschlägen immer neue Höchststände folgten: Nach der Baisse ist vor der Hausse. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Letztendlich denke ich, dass der Schlüssel für Investoren darin besteht, sich auf die harten Daten zu konzentrieren.

Wir sind aktuell in die Phase einer Baisse eingetreten, in der sich der Pessimismus in extreme Zweifel verwandelt, in der die Anleger den Ausverkauf der Aktienmärkte beobachten, während die Zentralbanken massive Liquiditätsmaßnahmen ankündigen, und denken:

„Vielleicht ist es das. Vielleicht können uns die Zentralbanken diesmal nicht retten.“

Dies ist die Phase einer Baisse, in der die Angst langsam beginnt, die Vernunft zu überholen, was für mich bedeutet, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um zu untersuchen, was objektiv auf den Kapitalmärkten geschieht, anhand von Zahlen und Fakten die wir sehen und messen können. Die beispiellosen Aktionen der Zentralbanken in den vergangenen zwei Wochen sind ein guter Ausgangspunkt.

Alles in allem schießen weltweit die Währungshüter aus allen Rohren.

Und während wir fast sicher sind, dass wir kurzfristig starke Schmerzen ertragen werden, ist die schiere Menge und der Umfang der Liquidität und der Ausgaben, die der Wirtschaft gewidmet werden, beispiellos. Ich gehe davon aus, dass sich dies schneller in den Vermögenspreisen niederschlagen wird, als die meisten denken.

Glücklicherweise wissen wir mit statistischer Sicherheit, dass sich der Aktienmarkt erholen wird. Tatsächlich steigen die Aktien innerhalb eines Jahres nach Beginn einer Baisse im historischen Durchschnitt um 44,74%.

John Templeton hat einmal gesagt, dass die vier gefährlichsten Wörter beim Investieren sind:

„Dieses Mal ist es anders.“

Im aktuellen Umfeld habe ich jedoch ziemlich viel Widerstand gegen die Botschaft des Zitats gesehen. Viele Leute bestehen darauf – zu Recht, wie ich hinzufügen möchte -, dass es diesmal anders ist! Wir haben diesen Virus noch nie gesehen, wir wissen sehr wenig darüber, und die Informationsflut und -geschwindigkeit in dieser modernen Ära ist beispiellos. Wir haben noch nie erlebt, dass die Zentralbanken mit diesen beispiellosen Liquiditäts- und Konjunkturmaßnahmen eingreifen müssen!

Ich stimme zu, dass diese einzigartigen Umstände die Gesellschaft beeinflussen und unsere Reaktionen und Entscheidungen in einer Weise vorantreiben, die wir noch nie zuvor erlebt haben. Dieses Mal ist es tatsächlich anders.

Aber der Sinn des Zitats von John Templeton besteht nicht darin, zu sagen, dass alle Bärenmärkte im Wesentlichen durch die gleichen Dinge verursacht werden und dass sie alle auf die gleiche Weise enden. Templeton will damit sagen, dass es ein großer Fehler wäre, anzunehmen, dass diese Krise diejenige ist, von der sich der Aktienmarkt nicht erholen wird. Dass dies die Krise ist, in der die Zentralbanken und die Regierungen mit ihren Maßnahmen die Wirtschaft nicht retten können. Dass dies die Krise ist, die die Wirtschaft für immer ruinieren wird.

Ich kann Ihnen versichern, dass dies nicht der Fall ist.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass auch diese Baisse irgendwann zu Ende geht und einem weiteren Bullenmarkt Platz macht, daher ist Geduld in Zeiten wie diesen der Schlüssel zum Erfolg. Ich empfehle den Anlegern, ruhig zu bleiben, sich auf die Langfristigkeit zu konzentrieren und ihre Investitionen nicht von Emotionen beherrschen zu lassen.

Mein persönliches Fazit

Ich glaube, dass wir uns inmitten einer der größten Kaufgelegenheiten unseres Lebens befinden.

Es ist kein Geheimnis, dass die Finanzwelt durch den neuartigen Coronavirus auf den Kopf gestellt wurde, der die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt verlangsamte. Die Investitionsentscheidungen wurden im vergangenen Monat von Panik getrieben und haben den schnellsten Rückgang dieser Größenordnung in der Geschichte katalysiert.

Bärenmärkte dauern nicht ewig und sie sind im Allgemeinen viel kürzer als Bullenmärkte. Meine Strategie ist daher, ruhig zu bleiben, sich auf die Langfristigkeit zu konzentrieren und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen.

Stützen Sie Ihre Investitionen auf Daten und Fundamentaldaten, aber nicht auf Emotionen!

Ihr

Michael Adams


Michael Adams ist Chefredakteur und Herausgeber des kostenlosen Informationsdienstes "Stock-Telegraph.com - Der persönliche Börsenbrief". Schwerpunkt der Berichterstattung liegt auf Investments in Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung aus den Bereichen Rohstoffe, Technologie und Healthcare. Mehrmals im Jahr ist er auf der Suche nach neuen Anlagetrends vor Ort in Kanada und den USA und spricht direkt mit den "Machern" und Vorständen zukunftsträchtiger Unternehmen. Meinen eigenen Börsenbrief finden Sie unter stock-telegraph.com. Zudem freue ich mich auf Ihre Kommentare und Anregungen - bitte einfach per Email an michael.adams@stock-telegraph.com.

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